Jugendgemeinderat

Die neue Jugendvertretung in Zell ist gewählt

Die Stadt soll für die Jugend attraktiver werden

Der neue Zeller Jugendgemeinderat zusammen mit Bürgermeister Günter Pfundstein (von links): Ludovic Haas, Anna-Lena Bitsch, Melvin Radinske, Isabella Uhl, Alina Arendt, Lisa Bonomo, Christina Andreev, Alina Klaus und Daniel Maerle. Es fehlt Roberto Parisi, der aus beruflichen Gründen entschuldigt war. Foto: Hanspeter Schwendemann

Gewählt wurden:

1 Klaus Alina Bergstr. 26 Bildungszentrum Ritter von Buß 158 16,12
2 Andreev Christina Wiesenwaldstr.  18 Bildungszentrum Ritter von Buß 134 13.67
3 Uhl Isabella Hinterhambach 15 Bildungszentrum Ritter von Buß 129 13,16
4 Maerle Daniel Fabrikstr. 8a Metaldyne 96 9,80
5/6 Arendt Alina Oberes Buchenfeld 10 Bildungszentrum Ritter von Buß 81 8,27
Parisi Roberto Dorfstr. 4 Berufliche Schulen Wolfach 81 8,27
7 Bitsch Anna-Lena Zeller Str. 11 Bildungszentrum Ritter von Buß 75 7,65
8 Bonomo Lisa Dorfstr. 2 Bildungszentrum Ritter von Buß 58 5,92
9 Haas Ludovic Theodor-Heuss-Str. 10 Grimmelshausen Gymnasium Offenburg 55 5,61
10 Radinske Melvin Gartenstr. 23 Duales Studium bei der Bundesagentur für Arbeit 48 4,90

Bei der Wahl am 8. und 9. Dezember wurden Alina Klaus, Christina Andreev, Isabella Uhl, Daniel Mearle, Alina Arendt, Roberto Parisi, Anna-Lena Bitsch, Lisa Bonomo, Ludovic Haas und Melvin Radinske für die kommenden zwei Jahre in den Jugendgemeinderat gewählt.

»Herzlich willkommen«, begrüßte Bürgermeister Günter Pfundstein die gewählten Jugendvertreter im Rathaussaal und bedankte sich für deren Bereitschaft, sich der Wahl zu stellen. Seit 1994 gibt es nun schon einen Jugendgemeinderat in Zell und es wäre schade gewesen, so Bürgermeister Pfundstein, wenn diese Tradition nicht hätte fortgeführt werde können. Jetzt könne der Jugendgemeinderat auch für die kommenden zwei Jahre »die Stimme der Jugend in Zell« sein. Ziel sei es, die Belange der Jugendlichen voranzubringen. Dabei gehe es nicht weniger als »um die Zukunft der Stadt«.

Rederecht im Gemeinderat

Unter der Leitung von Hauptamtsleiter Ludwig Börsig wurde die Geschäftsordnung besprochen, nach deren Vorgaben die künftigen Sitzungen des Jugendgemeinderats stattfinden. Die nächste Sitzung wurde für den Monat März anberaumt. Die Jugendvertretung solle künftig mindestens einmal im Vierteljahr tagen. Börsig hob erneut das Rederecht des Jugendgemeinderats im Gemeinderat hervor und unterstrich damit die gehobene Bedeutung der Jugendvertretung.
Hauptamtsleiter Börsig informierte, dass die Jugendvertreter künftig eine ehrenamtliche Entschädigung in Höhe von 10 Euro je Sitzungsteilnahme erhalten. Außerdem steht dem Gremium ein Budget in Höhe von jährlich 1.000 Euro im städtischen Haushalt zur Finanzierung von Aktionen zur Verfügung.

Wahl der Sprecher

Erste wichtige Amtshandlung des neuen Jugendge­meinderats war die Wahl des Sprechers und dessen Stellvertreter. Da sich mit Isabella Uhl, Lisa Bonomo und Christina Andreev gleich drei Kandidatinnen zur Wahl stellten, erfolgte die Abstimmung geheim.
Isabella Uhl konnte fünf Stimmen auf sich vereinen und ist damit die neue Sprecherin des Zeller Jugendge­meinderats. Sie ist 15 Jahre alt und Schülerin am Bildungszentrum Ritter von Buß. In einem zweiten, ebenfalls geheimen Wahlgang wurde Lisa Bonomo zu ihrer Stellvertreterin gewählt. Auch sie ist 15 Jahre alt und Realschülerin in Zell a. H.
Christina Andreev erklärte sich bereit, das Amt der Schriftführerin im neuen Jugendgemeinderat zu übernehmen. Sie ist 15 Jahre alt und besucht die R10 in Zell a. H.

Stadt Zell hat den Mietvertrag gekündigt

Nun hat der Zeller Jugendgemeinderat die Aufgabe, sich aktuellen Themen und Projekten zu widmen. Bei der Aussprache informierte Bürgermeister Pfundstein darüber, dass die Stadt Zell den Mietvertrag für das Jugendtreff »Jailhouse« in der Hindenburgstraße zum 30. Juni 2017 gekündigt habe. Der Bedarf an der offenen Jugendarbeit sei rückläufig gewesen, der Aufwand stand in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen, nannte er als Gründe dafür.
Nun müsse man neue Räume für die Jugendarbeit in der Stadt suchen, stellte Bürgermeister Pfundstein fest – eine Aufgabe, in die sich auch der Jugendgemeinderat einbringen könne. Ursprünglich waren Räume im Untertorgebäude angedacht. Nach dem Verkauf des Gebäudes sei dies aber keine Option mehr. Als Möglichkeit, zumindest für eine Zwischenlösung, nannte Pfundstein das ehemalige Gasthaus »Hechten«, das von der Stadt Zell erworben wurde. Aber auch die Jugend solle nun darüber nachdenken, wo sie hinpasst und wo sie sich gerne trifft.

Als weitere Aufgaben wurden Treffen mit dem Jugendgemeinderat der Nachbarstadt Gengenbach genannt. Ebenso die Mitarbeit im Dachverband der Jugendge­meinderäte in Baden-Württemberg. Hier wie dort wurde die Zusammenarbeit schon vom letzten Zeller Jugendgemeinderat gepflegt.