Konkrete Teilprojekte schnell realisieren

ExWoSt-Forschungsfeld: Potenziale von Kleinstädten in peripheren Lagen:

Bei der Erfahrungswerkstatt in Malente standen die Themen Wirtschaft und Stadt­entwicklung im Vordergrund – Zell a. H. hat seine 4. Szenario-Werkstatt im November

Von Sonntag bis Dienstag reiste Bürgermeister Günter Pfundstein zusammen mit Hauptamtsleiter Ludwig Börsig und Daniel Lehmann (AgilEvent) nach Malente zur vierten Erfahrungswerkstatt im Rahmen des ExWoSt Forschungsprojektes »Zell 2030«.


Neben den Bürgermeistern der anderen sieben vertretenen Städte waren auch hochrangige Vertreter des Bundesministeriums für Bau- Umwelt und Reaktorsicherheit sowie des Bundesinstituts für Bau, Stadt- und Raumforschung mit dabei. Die Themen Wirtschaft und Stadtentwicklung waren die Schwerpunkte der Erfahrungswerkstatt und natürlich der Informationsaustausch aller acht Kleinstädte.

Wirtschaftlich gute Situation

Vier der acht Städte haben bereits im August und September ihre letzten Szenario-Werkstätten durchgeführt und neben einem übergeordneten Szenario viele Projekte skizziert, die umgesetzt werden sollen. Was in den anderen sieben Städten durch den Prozess initiiert wird und auf den Weg gebracht werden soll, ist in Zell am Harmersbach vielfach schon in der Umsetzungsphase oder bereits umgesetzt. »Hier steht Zell im Vergleich sehr gut da«, berichten die drei Vertreter der Stadt nach ihrer Rückkehr aus Malente. Dies gelte sowohl für eine starke Wirtschaft und einen gut sortierten Einzelhandel. Auch das Zusammenspiel zwischen dem Handels- und Gewer­beverein und dem Stadtmarketing ist gut aufgestellt.

Der Jugendgemeinderat kümmert sich in Zell um Jugendthemen. Der von den Unternehmen gemeinsam initiierte »Tag der Ausbildung« ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein im funktionierenden Angebot der Stadt. Dennoch gelte es, aus der guten wirtschaftlichen Situation heraus, zukünftige Heraus­forderungen zu identifizieren und noch besser zu werden. Eine der wichtigen Aufgaben sei es, Wohnraum und Gewerbeflächen zu schaffen.
Stadtentwicklungs- und Verkehrskonzept Zell am Harmersbach hat seine IV. Szenario-Werkstatt am 16. und 17. November 2017. Dabei sollen die bisherigen Ergebnisse konkretisiert werden und sich daraus ein Zukunftsbild ergeben. Wichtigstes Ziel ist außer dem Zukunftsbild konkrete Teilprojekte schnell zu realisieren.
Ein integriertes Stadtentwicklungs- und Verkehrskonzept wird bis im Herbst 2018 erstellt. Die vielen Ideen aus der Einwohnerschaft und der Szenariogruppe werden unter anderem Teil dieses Konzepts, das von Verkehrs- und Städteplanern finalisiert wird. Dabei ist klar hervorzuheben, dass Teilkomponenten nicht isoliert betrachtet werden, sondern z. B. das Thema Verkehr im Kontext zur allgemeinen Mobilität und Aufenthaltsqualität steht. Die Attraktivität des Zeller Städtles spielt dabei eine zentrale Rolle.

Nächstes Jahr wird Bilanz gezogen

Das im Sommer 2016 begonnene Forschungsprojekt geht nun in die Schlussrunde. Im April 2018 treffen sich die Vertreter aller acht Städte zu einer Bilanzwerkstatt. Im Juni des kommenden Jahres findet die Abschlussveranstaltung in Berlin statt. Danach sind die einzelnen Städte gefordert, ihr Zukunftsprojekte in die Tat umzusetzen.

Autor: Hanspeter Schwendemann, Sc hwarzwälder Post