Stelen zeigen künftig, wo’s in Zell langgeht

Gemeinderat beschließt neues Fußgänger-Leitsystem

Die Stadt Zell möchte ortsfremde Gäste auf ihre Attraktionen hinweisen. Der Gemeinderat beschloss am Montag für rund 24 000 Euro die Einführung eines so genannten »Fußgänger-Leitsystems«, das mit insgesamt neun Stelen an markanten Stellen der Innenstadt Besucher Zells auf Attraktionen, aber auch auf wichtige Einrichtungen hinweist.


Die neuen, 40 Zentimeter schlanken und 2,50 Meter hohen Stelen aus verzinktem Metall in der Farbe Grau ersetzen die bisherigen Wegweiser in der Stadt. Die wurden im Laufe der vergangenen zwei Jahre Zug um Zug abgebaut –  fast unbemerkt von der Öffentlichkeit und ohne, dass sie groß vermisst wurden. 
»Die bisherigen Schilder des Fußgänger-Leitsystems war veraltet, teils rostig und unansehnlich«, half Maria Hättich, Leiterin des Stadtmarketings Zell am Montag im Gemeinderat der Erinnerung auf die Sprünge. Zum Teil waren auch die Informationen auf den »Wegweisern« falsch oder veraltet.

Nun sollen moderne, elegante Stelen aus Metall die Gäste Zells mit den für sie notwendigen Informationen versorgen. »Unsere Zielvorgaben bei der Auswahl waren eine schlichte Form, die so viel Informationen wie nötig enthalten ohne die Stele zu überfrachten«, sagte Hättig. Hilfe bei Auswahl und Konzeption erhielt das Stadtmarketing von der Firma Kromer mobility aus Bad Säckingen. Felix Karl Kromer war am Montag ebenfalls im Gemeinderat und stellte das neue Konzept vor, das sich »Zielspinnen-Variante« nennt.

Das Prinzip besteht aus vier Anfangs-Stelen an markanten Plätzen der Stadt, etwa an den Großparkplätzen, dem Rathaus oder dem Bahnhof. Von dort aus werden Besucher zu rund zehn Zielen in der Altstadt geleitet. Da, wo sich Wege kreuzen, steht jeweils eine weitere Stele mit Informationen.

Flyer zum Mitnehmen

Um die Stelen nicht mit Informationen zu überladen, wird an den Eingangs-Stelen auch der »City Guide«, ein Falt-Flyer mit Stadtplan und Informationen, zur Mitnahme ausgelegt. Die Stelen selbst sind mit einem Fundament fest verankert. Oben prangt das Zell-Logo, darunter  stehen untereinander in großer Schrift die Hinweise. Die Grundfarbe der Stelen ist grau. Je nach Farbton könnte die Schrift mit den Hinweisen weiß oder schwarz sein. Übrigens beidseitig.

Im Gemeinderat sah man das neue Leitsystem positiv. Allerdings gab es bereits bei der ersten Beratung weitere Vorschläge für die Hinweise auf den Info-Stelen. Diese sind im ersten Entwurf bewusst knapp gehalten. In der Diskussion kam die Idee auf, Hinweise auf Sehenswürdigkeiten und nützliche Informationen, wie beispielsweise auf Veranstaltungsstätten oder auf öffentliche Toiletten, in verschiedenen Farben zu gestalten.

Auf einen integrierten Stadtplan wurde bei den Stelen bewusst verzichtet. »Dafür erhalten Besucher den Flyer«, betonte Maria Hättich. Auf die Frage nach einer möglichen Digitalsierung der Stelen betonte der Experte Felix Kromer, dass dies grundsätzlich möglich sei; mit Leitungen, Soft- und Hardware müsste allerdings mit erheblichen Mehrkosten gerechnet werden.

Wichtig war dem Gemeinderat, mit dem Leitsystem zu beginnen. Die Infos auf den Stelen sind dann jederzeit erweiter- und auch austauschbar. Das neue System soll noch in diesem Jahr eingeführt werden.
Langfristig plant das Stadtmarketing für 2019, den »Stadtspaziergang« mit Bodenmarkierungen zu kennzeichnen. Die Bodenplatten werden aus Metall sein und das »Stadtlogo Adler« zeigen.

Autor: Dietmar Ruh, Offenburger Tageblatt