Städte-Partnerschaft soll belebt werden

Zeller besuchten französische Partnerstadt Baume-les-Dames:


Am Tag nach Allerheiligen machte sich eine Gruppe von 10 Mitgliedern des Zeller »Stammtisch« mit Bürgermeister Günter Pfundstein auf den Weg in die fran­zösische Partnerstadt Baume-les-Dames. Nach etwa zweieinhalbstündiger Fahrt erreichten sie das malerische Städtchen am Doubs in der Franche Comté.


Anlass für den Besuch war der traditionelle Jahrmarkt. Er findet jeweils am ersten Donnerstag nach Allerheiligen statt. Ursprünglich widmete sich der Markt dem Pferdehandel, insbesondere dem Verkauf von Fohlen. In der Zwischenzeit hat sich das Angebot gewandelt. Die rund 100 Verkaufsstände in den Straßen der Altstadt und auf dem Rathausplatz bieten z. B. Früchte und Gemüse, Wurst und Käse, Süßigkeiten und Fettgebackenes an. Selbstverständlich darf in der kühleren Jahreszeit der Glühwein nicht fehlen. Sehr umfangreich ist das Angebot an Kleidung.

Morgens um 11 Uhr, als die Gruppe den Weg vom Parkplatz zum Rathaus nahm, herrschte auf der Marktstraße ein dichtes Treiben. Am »Hôtel de Ville« wartete Bürgermeister Arnaud Marthey mit einigen Gemeinderäten und zahlreichen Freunden der Partnerschaft auf die Besucher. Im Rathaussaal wurden die Gäste offiziell vom Bürgermeister begrüßt. Er wünschte sich eine Verstärkung der Partnerschaftskontakte. In seiner Erwiderung pflichtete ihm Bürgermeister Günter Pfundstein bei. Hans-Martin Moll, Zells Bürgermeister a. D. überreichte im Namen des Stammtisches einen Geschenkkorb mit heimischen Spezialitäten.

Beim Apéritif wurden alte Bekanntschaften aufgefrischt und neue Kontakte angeknüpft. Unter den französischen Gästen war auch Dr. Belsacq, der vor über 25 Jahren zusammen mit Frau Wolter aus Zell die Partnerschaft angeregt hatte. Antoine Stoffel vom Partnerschaftsverein in Baume hatte im Vorfeld über Gebhard Lehmann von Zell-Unterentersbach den Stammtisch zum neuerlichen Besuch eingeladen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in einem Lokal in der Stadtmitte, stand die Besichtigung eines Herrenhauses aus der Zeit der Renaissance an. Die Sires de Neufchâtel hatten sich die noble Herberge eingerichtet, um hier auf dem Weg zu ihrer verstreuten Herrschaft Station zu machen. Die Führung übernahm das historisch versierte Ehepaar Jacquard.

Nach einem gemütlichen Bummel über den weitläu­figen Markt und einer abschließenden Einkehr zum Kaffee traten die drei Fahrgemeinschaften die Heimreise an. Wer sich an künftigen
Partnerschafts-Aktivitäten des »Stammtisch« beteiligen möchte, wende sich bitte an Reinhold Bauer, Telefonnummer 07835/81 81.

Autor: Dieter Petri, Schwarzwälder Post