Im Herbst 2018 soll mit der Sanierung des Rundofens begonnen werden

Das gemeinsame Projekt von Stadt Zell und Zeller Keramik ist wieder zurück – Auch das Traditionsunternehmen will am Standort Zell investieren

Spätestens im Herbst 2018 soll mit der Sanierung des Keramikrundofens begonnen werden. Zeitgleich oder auch danach könne auch die Zeller Keramik mit anbauen. Dies gab Bürgermeister Günter Pfundstein im Rahmen seiner Ansprache beim Silvesterempfang bekannt. Vor einem Jahr hatte es an gleicher Stelle kritische Stimmen des Bürgermeisters gegeben. Das Sanierungsprojekt sei in Frage gestellt, hieß es beim Silvesterempfang 2016.


»Wir haben das gemeinsame Projekt am Rundofen nicht aus den Augen verloren«, konnte Bürgermeister Günter Pfundstein erleichtert fest­stellen und unter den zahl­reichen Gästen im vollbesetzten Kulturzentrum »Obere Fabrik« auch Keramik-Geschäftsführer Ralf Müller willkommen heißen. Das von der Stadt Zell beauftragte Planungsbüro, so Bürgermeister Pfundstein, sei derzeit dabei, die Detailplanung für den öffentlichen Teil des Sanierungsprojekts auszuarbeiten. Spätestens im Herbst 2018 solle mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden.

An den mit Geschäftsführer Ralf Müller abgestimmten Baukörper könne zeitgleich oder auch danach die Zeller Keramik anbauen. Im November hätten abschließende Gespräche mit dem Regierungspräsidium stattgefunden. »Fördertechnisch steht die Ampel auf Grün«, informierte Bürgermeister Pfundstein und betonte: »Fast 30 Jahre nachdem der Rundofen 1989 als Industriedenkmal klassifiziert wurde, wird 2018 definitiv mit der Sanierung begonnen.« Er zeigte sich sicher, dass am Standort unterhalb des Stadtparks eine neue Attraktion im Zeller Städtle entstehe.

Partnerstadt Frauenstein feiert 800. Geburtstag

Als weiteres besonderes Ereignis im Jahr 2018 nannte Bürgermeister Pfundstein das 800-jährige Jubiläum, das die Partnerstadt Frauenstein feiern kann. Die Stadt Zell werde dieses große Fest im Erzgebirge mitfeiern. Auch für die Bevölkerung biete sich dadurch die Möglichkeit für einen Kurzurlaub oder eine Städtetour nach Dresden oder Freiberg. »Die Gegend um Frauenstein ist immer eine Reise wert«, warb Bürgermeister Pfundstein.

Nicht zuletzt verspricht das Kulturprogramm »Zellkultur« im Jahr 2018 wieder gute Unterhaltung. Die Gäste des Silvesterempfangs konnten das druckfrische Programm entgegennehmen.

Die Stadt Zell hat 8102 Einwohner

Nach den wieder viel zu schnell vergangenen 8760 Stunden des Jahres 2017 konnte Bürgermeister Pfundstein zum Jahresabschluss viele Gäste beim Silvester­empfang begrüßen. Die Reihe der Ehrengäste wurde von Ehrenbürger Hans-Martin Moll angeführt. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Quartett Nico Armbruster, Reinhard Schwendemann, Eva-Maria Hummel und Manuel Schwendenmann unter der Leitung von Dirigent Stefan Polap von der Zeller Stadtkapelle.

Die Einwohnerzahl der Stadt Zell ist zum Jahresende auf 8102 Einwohner (+ 14) angewachsen. 490 Personen sind zugezogen, 401 Personen sind weggezogen, gab Bürgermeister Pfundstein weitere statistische Zahlen bekannt. 49 Eheschließungen wurden beurkundet, es gab 59 Geburten und 114 Sterbefälle.

Fundierte Wahrheiten verbreiten

Bürgermeister Pfundstein bedankte sich bei allen, die sich im Jahr 2017 in den verschiedensten Bereichen für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Persönliche Anmerkungen gab es von ihm zur viel diskutierten Kirchstraßenregelung und um die Sanierung der L 94. Nach dem »Stille-Post-Prinzip« habe es hier leider zu viele Falschmeldungen gegeben, die unreflektiert und in Windeseile verbreitet wurden. Er selbst habe ganz bewusst eine Facebook-Seite, um über das Netz fundierte Wahrheiten zu verbreiten. Auf keinen Fall dürfe man nur den Kritikern und Nörglern das Feld überlassen, denn sonst entstehe regelmäßig ein falsches Bild über die angebliche Meinungsführerschaft im Ort, warnte Bürgermeister Pfundstein. Er betonte gleichzeitig, dass er mit sachlicher und wertschätzender Kritik gut leben und aus seiner Sicht auch gut umgehen könne.

»Ich freue mich auf das neue Jahr und die bevorstehenden Herausforderungen«, rief Bürgermeister Pfundstein den Gästen zu. Einen persönlichen Dank sprach er seiner Frau Heike aus. Sie sei und bleibe seine wichtigste Stütze: »Meine Kraftquelle und Glücksspender.«

Autor: Hansepeter Schwendemann, Schwarzwälder Post