Sanierung des Dorfbachs dringend notwendig

Neue Kleinkindgruppe im Kindergarten – Enttäuschung über nicht bewilligte Vorhaben

In der Ortschaftsratssitzung am Mittwochabend nahm sich Ortsvorsteherin Andrea Kuhn viel Zeit für einen Ausblick auf 2018. Nur für die Sanierung des Dorfbachs, die Planung des Fahrradweges, die Aushebung des Gehrmattweihers und die neue Kleinkindgruppe im Kinder­garten Wirbelwind wurden Haushaltsmittel bereitgestellt.


Die großen Bauvorhaben in Unterentersbach müssen noch warten. Nicht bewilligt wurde die Restsanierung der Zeller Straße, die Planung der Sanierung der Dorfstraße, die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße nach Oberentersbach, die Ausbesserung der Straße Stöcken/Espenhalde sowie der Defibrillator für das Dorfgemeinschaftshaus. Andrea Kuhn bedauerte: »Ich bin enttäuscht, muss die demokratische Entscheidung aber akzeptieren.« Ortschaftsrat Hannes Grafmüller sagte, dass alle Ortsteile wegen der Sanierung der L 94 zurückstecken müssten. Dies sei ein gesamtstädtisches Vorgehen.

Die Ortsvorsteherin machte den Vorschlag, dieses Jahr mit wenigen Baumaßnahmen im Ortschaftsrat zu nutzen, um eine mittel- und langfristige Perspektive für Unterentersbach zu entwickeln. »Welche Ideen gibt es, um das Dorf vorwärts zu bringen«, fragte sie. Dieses Thema möchte sie auch an die Bürger weitergeben.

Für die Sanierung des Dorfbachs wurden 20.000 Euro bewilligt. Im Unterdorf sind die Bachränder in einem schlechten Zustand. Bei großen Regenmengen droht hier ein Hochwasser, machte Kuhn den Ernst der Lage deutlich. Mit jedem Starkregen würde sich die Situation verschlechtern.
Schon bis April/Mai soll eine neue Gruppe für die Kleinkindbetreuung im Kindergarten Wirbelwind eingerichtet sein. Dafür stellt die Ortsverwaltung ihre Räume zur Verfügung. Im Stadtgebiet ist der Bedarf höher, als Plätze zur Verfügung stehen. Eine Kleinkindgruppe benötigt einen Gruppenraum, einen Schlaf­raum und einen Sanitärraum mit Wickelmöglichkeit. Für den Umbau stehen 20.000 Euro zur Verfügung, für die Möblierung 30.000 Euro. Die Ortsverwaltung muss umziehen. »Grundsätzlich ist dies eine gute Entwicklung und eine Standortsicherung für unseren Kindergarten«, sagte Kuhn.

Rückblick auf 2017

Zuvor hatte Ortsvorsteherin Kuhn in einem Rückblick auf 2017 die beiden Ereignisse Primiz von Robert Willmann im Mai und Straßenfest zur Fertigstellung des Neubaugebietes thematisiert. An beiden Beispielen habe sich gezeigt, wie intakt die Dorfgemeinschaft ist. Bei gemeinsamen Aufgaben finden sich immer Menschen, die sich einbringen. »Wir haben eine intakte Dorfgemeinschaft. Das stimmt mich positiv«, betonte Kuhn.

Statistik

Unterentersbach hatte am 31.12.2017 insgesamt 841 Einwohner (2016: 817), 428 weiblich, 413 männlich. Das Dorfgemeinschaftshaus wurde insgesamt 17 Mal vermietet. Es gab drei private Belegungen für Feierlichkeiten am Abend; 5 Belegungen für Tagesveranstaltungen, 5 Vereinsbelegungen und 3 Vereinsjubiläen sowie die Weihnachtsfeier der Stadt Zell. Die Gehrmatthütte wurde im Jahr 2017 insgesamt 34 Mal vermietet.

Autor: Gisela Albrecht, Schwarzwälder Post