Sanierung der L94 weiterhin im Zeitplan

Planer und Ortsvorsteher zeigen sich zufrieden:


Erste Bauabschnitte so gut wie abgeschlossen – Asphaltierungsarbeiten durchgeführt – Neue Umfahrungsspur und Ausweichparkplätze im Bereich Ortsverwaltung angelegt

Erfreuliche Nachrichten in Sachen Sanierung der L94: Die Bauarbeiten laufen wie am Schnürchen. Ampeln konnten planmäßig umgestellt, Behelfsspuren eingerichtet und Arbeiten an neuen Bau­abschnitten begonnen werden.

Trotz des Regens im Januar und dem Wintereinbruch in der Fasnachtswoche liegen die Bauarbeiten voll im Zeitplan, erläuterte Dipl.-Ing. Michael Wunsch vom Planungsbüro Wald+Corbe bei einem Pressegespräch.

Mehr 300 Meter sind geschafft

Von der Linden- bis zur Kaffeebrücke sind die Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Nur die letzte Asphaltschicht fehlt dort noch. Diese wird jedoch erst zum Schluss und Baufeld übergreifend eingebaut. Die Fugen, die bei einem anderen Vorgehen vermehrt entstehen würden, sind wartungsintensiv, weiß der Fachmann zu berichten. Auch im Bereich Penny-Markt Unterharmersbach lief es besser als gedacht, so dass der Bereich hinter dem »Schwarzen Adler« in den letzten Tagen mit einer Asphaltdecke versehen werden konnte. Dafür arbeiteten die fleißigen Baukolonnen sogar die Fasendtage durch.

Im Zuge der Sanierung der L94 werden Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle sowie die Trinkwasserleitungen, Bordsteine, Gehwege und Straßen erneuert. Auch die Stromleitungen verschwinden im Rahmen der Baumaßnahme im Boden und Leerrohre für den Bau des Glasfasernetzes werden unterirdisch verlegt.

Innerhalb weniger Tage neu geordnet

Jetzt arbeiten die Bagger wieder vermehrt. In dieser Woche wurde zwischen Kaffeebrücke und Josef-Holzer-Straße unter Vollsperrung mit den Kanalarbeiten begonnen. Und auch zwischen Rösslebrücke und Mühlweg tut sich etwas. Damit die Bauarbeiten im Bereich des Rathauses zügig vorangehen können – Ziel ist die Fertigstellung dieses Abschnitts bis April –, wurde in den letzten Tagen eine Umfahrungsspur angelegt. Damit Apotheke, Kindergarten und Rathaus weiterhin gut erreichbar sind, wurden Ausweichparkplätze vor der Ortsverwaltung eingerichtet. Auch zu Fuß ist der Bereich gut zu erreichen. Von der Ochsenmühle bis zum Rathaus führt ein sicherer Gehweg. Dabei hielt dieser neue Bauabschnitt gleich zu Beginn einige Überraschungen bereit. Gasleitungen verliefen nicht dort, wo sie laut Plan laufen sollten, eine Mittelspannungsleitung des E-Werks entpuppte sich als marode und musste kurzfristig durch eine neue ersetzt werden. Hindernisse, die bei Sanierungsarbeiten immer wieder vorkommen und die die beteiligten Unternehmen und Institutionen in der Regel rasch und ohne große Reibungsverluste aus dem Weg räumen.

Auch wenn im Kurpark schon die Trasse für die Umleitung abgesteckt ist: Die Bauarbeiten an der Rösslebrücke, deren Bauherr das Regierungspräsidium ist, beginnen erst im Herbst. Als vorbereitende Maßnahme wurden im Winter bereits Bäume gefällt.

Neue Umleitung ab Mai

Ab Mai steht dann die nächste große Veränderung in den Verkehrsflüssen an. Dann wird die Hauptstraße zwischen Mühlweg und der hinteren Ausfahrt Sportstättenstraße voll gesperrt. »Die Vollsperrung wird den Bauablauf immens beschleunigen«, weiß Michael Wunsch. Da mit zwei Kolonnen gearbeitet werden kann, soll die Sperrung nur bis August nötig sein. Auf der Sportstätten-Umfahrung wird es an drei Stellen Ampeln geben, die mit möglichst grüner Welle geschaltet werden sollen. Wie bei den Ampeln, die aktuell im Betrieb sind, soll auch dann die Verkehrsdichte berücksichtigt werden. Momentan wird mit Rücksicht auf den Berufsverkehr morgens der Verkehr talauswärts bevorzugt durch die einspurigen Bereiche der Baustelle geleitet. »Die Bürger tragen die Maßnahme mit«, ist Ortsvorsteher Hans-Peter Wagner stolz auf die Unterharmers­bacher und Michael Wunsch vom Planungsbüro lobt ausdrücklich die im Allgemeinen hervorragende Kommunikation zwischen Baufirma und Anliegern, aufgrund derer es häufig erst gar nicht zu Missverständnissen kommt.

Autor: Susanne Vollrath, Schwarzwälder Post