Zells neuer Stadtbaumeister ist jetzt im Dienst

Tobias Hoffmann nahm seine Arbeit im Bauamt der Stadt auf

Zells neuer Stadtbaumeister Tobias Hoffmann (42) hat am 1. März seinen Dienst angetreten.  Hoffmann ist der Nachfolger von Roland Keifel, der Zell im vergangenen Jahr verließ. Hoffmann freut sich auf seine neue Aufgabe: »Es stehen viele zukunftsweisende Projekte in der Stadt an«.

Am ersten Tag im neuen Amt ist der Schreibtisch von Tobias Hoffmann noch leer. Vermutlich wird sich das in kürzester Zeit ändern. Zells neuer Stadtbaumeister nutzt die erste Zeit im Bauamt von Zell vor allem, um sich einzuarbeiten. 
»Ich möchte mir ein Bild der laufenden Maßnahmen in Zell machen und dabei die Dringlichkeit festlegen«, sagt der gebürtige Biberacher, der vom Architekturbüro Ringwald zur Stadt wechselte.

Dieses Bild gewinnt Zells neuer Stadtbaumeister vor allem aus dem Aktenstudium, aber auch vor Ort. Klar, dass zu den anstehenden  Außenterminen auch die derzeit laufende Sanierung der L 94 in Unterharmersbach gehören wird. Aber auch von  den Gebäuden und Einrichtungen im Besitz der Stadt möchte sich Hoffmann nach und nach einen Eindruck verschaffen.  

Die meisten Mitarbeiter im Rathaus Zell kennt Tobias Hoffmann schon, dennoch steht auch verwaltungsintern eine kleine Begrüßungtour durchs Rathaus in seinem Terminkalender. Willkommen geheißen  wurde der neue Stadtbaumeister gestern auch von Bürgermeister Günter Pfundstein. »Wir freuen uns, dass die seit August vakante Stelle wieder besetzt ist«, betonte das Stadtoberhaupt. Nach der Einarbeitungsphase wird Tobias Hoffmann zum Kreis der Amtsleiter gehören, die sich immer montags mit dem Bürgermeister zur Besprechung treffen. 

Enger Kontakt

Aber auch außerhalb des wöchentlichen festen Besprechungstermins wird der Kontakt zwischen Rathauschef und Bauamtsleiter eng bleiben. Immerhin stehen neben vielen kleineren auch große Projekte in Zell an. Die Sanierung des Rundofens und des Rathauses sind nur zwei davon.

Tobias Hoffmann hat mit seiner neuen Stelle sozusagen die Seite des Schreibtischs gewechselt. War er früher als Architekt für das Erstellen von Plänen zuständig, so begutachtet er jetzt auch die Planungen seiner Berufskollegen. »Früher ging es mehr um Planung, jetzt mehr um Lenkung«, beschreibt Hoffmann den Paradigmenwechsel.

Auf die Stellenausschreibung gab es 2017 acht Bewerbungen. Am 20. November fiel die Entscheidung im Gemeinderat  für Tobias Hoffmann als neuen Stadtbaumeister. In dieser Funktion ist er auch gleichzeitig Chef von sechs Mitarbeitern im Bauamt. 
Hoffmann ist 42 Jahre alt, ledig und wohnt in Gengenbach. Seine Ausbildung machte er im Unterharmersbacher Architekturbüro Lehmann zum Bauzeichner, ein Studium an der Hochschule in Karlsruhe mit Abschluss Diplom-Ingenieur (FH) folgte, anschließend  nach Erfüllung der Voraussetzungen der Eintrag als Architekt. Seit 2004 arbeitete Hoffmann beim Architekturbüro Ringwald in Biberach. 
Der neue Zeller Stadtbaumeister ist übrigens begeisterter Musiker, spielt Saxophon und Klarinette, unter anderem im Blasorchester Biberach.

Autor: Dietmar Ruh, Offenburger Tageblatt