Tradition und »Vorhang auf«

Jahresprogramm 2019 von »Zellkultur« bietet eine bunte Mischung aus Altbewährtem und Neuem

Auch für 2019 hat die Stadt Zell ein vielfältiges Kulturprogramm auf die Beine gestellt. Ab März laden elf Einzelveranstaltungen Besucher ein, hinzu kommt die Reihe »Zeller Sommermusik«.
Das Angebot ist wie immer abwechslungsreich und enthält Tradition, Musik und Comedy.

Die Stadt Zell hat auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches kulturelles Angebot unter dem Namen »Zellkultur « geschnürt. Der Flyer mit allen Veranstaltungen ist ab sofort in der Tourist-Info erhältlich. Die Tradition ist in der Stadt Zell fest verankert, im Flyer ist ihr sogar eine eigene Rubrik gewidmet. Darin spielt vor allem die Bürgerwehr Zell eine Rolle, die diese Tradition hochhält. Beispielsweise beim Biwak/Tag der Heimat am 20. und 21. Juli oder beim Silvesteraufmarsch am letzten Tag des Jahres. Gerade letztere Veranstaltung zieht imm er mehr Besucher an, wie eindrucksvoll am 31. Dezember 2018 zu erleben war.
Fast schon traditionell ist auch die »Zeller Sommermusk «, eine kleine, aber feine musikalische Reihe der evangelischen Kirchengemeinde im Juni, Juli und August dieses Jahres, die bei freie m Eintritt Perlen von Gesang oder Instrumentalkunst präsentiert. Immerhin auf dem Weg zur Tradition dürften die Veranstaltungen der »Nohocker«-Partys sein, die viermal im August Hunderte von Besuchern in den Zeller Stadtpark locken. Newcomer und etablierte Musiker oder Darsteller finden dort ihr Publikum, das entspannt im Gras oder auf Bänken sitzt. Die »Nohocker« sind natürlich genauso wetterabhängig wie die drei Termine des Biergarten- Kinos. Hier darf unter freiem Himmel an drei Sommerabenden der Kinobesuch auf dem Kanzleiplatz mit der selbst mitgebrachter Brotzeit verbunden werden.
Puppentheater
Natürlich hat sich die Stadt Zell wieder Gäste eingeladen.
Den Anfang macht am 29. März gleich ein schräger Vogel. Der »Rabe Socke« kommt auf die Bühne des Kulturzentrums. Mitgebracht hat ihn im Rahmen  der Puppenparade Ortenau das Tearticolo-Theater.  Eins sei jetzt schon verraten: »Socke« stibitzt gerne....  Das Theater »Baal novo« war schön öfters zu Gast in  Zell und beehrt die Stadt am 13. April mit dem Stück »Show  – Ein Leben zwischen zwei Welten «.   Darin geht es um Yaroslava Gorobey, die ihre eigene  Geschichte spielt: Als kleines Mädchen in Russland hat sie einst im Showtanz und Eiskunstlauf Pokale eingeheimst. Aber auch in der Welt des fetzigen Hip-Hops fühlt sich die junge Frau zu Hause. »Sein oder online« fra gt Katalyn Bohn am 10. Mai im Kulturzentrum in ihrem Programm, das eine Mischung aus Kabarett, Comedy und Musik ist und den Irrwitz des Lebens in Zeiten der Digitalisierung zeigt. In eine ganz andere Richtung geht Ulli Führe am 23. Mai mit seinem alemannischen Prog ramm »Muuul uff«. Im Storchenturm-Foyer sorgt  er mit seinen ironischen Liedern  im Dialekt für Unterhaltung.
Im September gibt es wieder ein »Blind Date« mit der Kultur. Wer am 22. September auftritt, wird erst kurzfristig bekanntgegeben. Mutige Kulturliebhaber können sic h vorher ermäßigte Karten besorgen, wissen aber nicht, wer oder was sie erwartet.
Im November wird es dann musikalisch. Am 9. des Monats kommt die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete norwegische Top-Band »Darling West« ins Kulturzentrum Zell. Musikgruppen au s der Region bereichern als Vorbands das Folklorefestival. Wem diese Vielfalt nun noch nicht bunt genug ist, kann auf dem Flyer von Zellkultur eigene Vorschläge zum Programm 2020 machen und abgeben. Wer mitmacht, kann auch etwas gewinnen.

Autor: Dietmar Ruh, Offenburger Tageblatt