Meilenstein der Stadtentwicklung

Umbaustart des Untertorgebäudes / Orbau investiert ins neue Seniorenzentrum zehn Millionen Euro

Am Untertorgebäude in Zell fiel am späten Dienstagnachmittag der Startschuss für die Arbeiten am »Seniorenzentrum Untertorpark«. Für rund 4,1 Millionen Euro wird die Firmengruppe Orbau zunächst das repräsentative Gebäude am Stadteingang sanieren und dort 14 Seniorenwohnungen einrichten.

Insgesamt zehn Millionen Euro wird die Firmengruppe Orbau aus Zell am Stadteingang Zell in den nächsten Jahren in das neue »Seniorenzentrum Untertorpark« investieren. Die Planungen sehen 14 Seniorenwohnungen im sanierten Untertorgebäude sowie als zweiten Bauabschnitt in einem benachbarten Neubau weitere sieben seniorengerechte Wohnungen und zwei Pflegewohngemeinschaften für jeweils 14 Personen vor.

Bauzeit bis Ende 2020

Für den Umbau des Untertorgebäudes, dem ersten Bauabschnitt der Gesamtmaßnahme, fiel gestern der Startschuss. Rund 4,1 Millionen Euro werden Sanierung und Umbau des herrschaftlichen Gebäudes kosten.

Orbau-Chef Burkhard Isenmann rechnet hierfür mit einer Bauzeit bis Ende 2020. »Bei solch einem Bauprojekt muss man immer mit Unwägbarkeiten rechnen. Vielleicht sind wir aber auch früher fertig«, erklärte Isenmann vor den 14 Eigentümern der späteren Wohnungen, die wie Zells Bürgermeister Günter Pfundstein und Stadtbaumeister Tobias Hoffmann den Startschuss der Arbeiten miterleben wollten. Isenmann ging kurz auf die Historie des Gebäudes ein, das 1822 erbaut und 1916 grundlegend saniert wurde. 2017 hatte die Firma Orbau Gelände und Gebäude von der Stadt Zell erworben, die zuletzt Eigentümerin des Areals war. Im Juni 2018 hatte Orbau den Bauantrag eingereicht, der »rote Punkt« war grademal zwei Stunden vor dem Termin am Dienstag eingetroffen.

Das Untertorgebäude ist denkmalgeschützt, bei den Planungen war deshalb das Landesdenkmalamt stets mit einbezogen. Für die Käufer gibt es durch den Denkmalschutz Abschreibungsmöglichkeiten, ebenso wie durch die Tatsache, dass das Objekt im Sanierungsgebiet liegt. Dies hatte eine Vereinbarung mit der Stadt sichergestellt.

»Standort ideal«

Isenmann bezeichnete den Standort des Seniorenzentrums als ideal. Die Stadt sei schnell zu erreichen und die Lage am Kreisverkehr zeuge von Leben, niemand müsse sich isoliert fühlen. Das sah auch Zells Bürgermeister Günter Pfundstein so. Die Konzeption des Seniotenzentrums nannte er ein Zukunftsmodell, das gesamte Projekt einen »Meilenstein der Stadtentwicklung«.

Wer ein Gebäude saniert, muss in der Regel keine Erde bewegen. Somit entfiel der sonst fällige Spatenstich. Stattdessen entfernte Günter Pfundstein einen (losen) Stein am Sandsteingeländer des Gebäudes, der weit mehr wog als ein Pfund Stein. Treppe und Geländer werden übrigens zunächst abgebaut, saniert und wieder eingesetzt.

Autor: Dietmar Ruh, Offenburger Tageblatt