Unterharmersbacher ziehen bei Ortsdurchfahrt an einem Strang

Ortsvorsteher Wagner: "Tief beeindruckt vom Entgegenkommen der Einwohner"

Eine Großbaustelle wie die Sanierung der Ortsdurchfahrt Unterharmersbach stellt besondere Anforderungen an alle Beteiligten. Es gilt, Einschränkungen zu ertragen, das Beste aus der Situation zu machen und auch flexibel zu reagieren. All das beweisen die Einwohner, lobte Ortsvorsteher Hans-Peter Wagner bei der Vereinsaussprache.


Die derzeit laufende Sanierung der L 94 in der Ortsdurchfahrt Unterharmersbach war einmal mehr das dominierende Thema bei der jährlichen Aussprache von Ortsverwaltung un Vereinsvertretern in Unterharmersbach. »Das Jahr 2017 war geprägt von den Planungen und vielen Gesprächen, die mit den Bürgern geführt wurden«, berichtete Ortsvorsteher Hans-Peter Wagner am Montag in der Cafeteria der Schwarzwaldhalle. Besonders Bürgermeister Günter Pfundstein habe einen unermüdlichen Einsatz gezeigt. »Dafür danke ich ihm im Namen des Ortschaftsrates und der Hambacher«, betonte Wagner.

Seinen Dank sprach er auch der Firma AAM (ehemals Metaldyne) aus, die am Verkehrskonzept mitgewirkt hat, und den Kapuzinern im Kloster, die unter erschwerten Bedingungen die Wallfahrt organisieren und den Lärm der Fahrzeugkolonnen ertragen.

Ein besonders großes Lob machte der Ortsvorsteher  aber den Unterharmersbachern selbst. »Wenn es um Einschränkungen oder dringend gebrauchte Grundstücke ging, gab es so gut wie nie eine Absage. Das hat mich tief beeindruckt«, lobte Wagner.   
Zum weiteren Verlauf der Sanierung informierte Wagner, dass die innerörtliche Umfahrungsstrecke nach Ostern in Betrieb genommen wird. Sie verläuft über die Sportstättenstraße und ermöglicht es, die Bauzeit des Abschnittes zwischen Rathausvorplatz und oberer Ausfahrt Sportplatz in der Hälfte der Zeit zu realisieren. »Es läuft prima«, sagte Wagner abschließend.

Den Vereinsvertretern sprach er seinen Dank aus für ihre herausragende, ehrenamtliche Arbeit aus. »Die Vereine halten das Leben und das Miteinander im Ort lebendig«, weiß Wagner und betonte außerdem, dass die Vereine den Ort auf vielfältigste Weise nach außen und innen repräsentieren. Der Vereinssprecher Dieter Heitzmann behält sein Amt weiter. In einer offenen Runde kamen die Vereinsvertreter zu Wort und berichteten über ihre Termine im Jahr 2018 und über Neuerungen ihrer Vereinsarbeit.

Auch Zells Bürgermeister Günter Pfundstein sparte nicht mit Lob und Anerkennung für die Vereine: »Ich danke den Anwesenden für ihre Vereinsarbeit – ohne sie wäre der Ort nur die Hälfte wert«. Er wies auf das geplante Vereins­forum hin, das zur besseren Zusammenarbeit der Vereine untereinander führen soll. Er lud die Unterharmersbacher Vereinsvertreter ein, sich mit ihren Ideen einzubringen. Dann dankte er abschließend Ortsvorsteher Hans-Peter Wagner für sein großes Engagement bei der Planung und Durchführung der Sanierungsmaßnahmen an der L 94.

Statistische Zahlen

Ortsvorsteher Hans-Peter Wagner gab auch einige statistische Zahlen aus dem Ort bekannt:  Unterharmersbach hat am 31. Dezember 2017 insgesamt 2791 Einwohner (Vorjahr 2803 Einwohner). Es gab 156 Wegzüge (263) in andere Orte und 173 Zuzüge (205). Es gab 17 Sterbefälle (2016: 19) und 26 Geburten (2016: 24).

Zugenommen habe die Zahl der Eheschließungen, 22 insgesamt. Davon fanden 21 Trauungen im Fürstenberger Hof, eine im Rathaus statt. Natürlich gab es neben der L 94 im vergangenen Jahr noch weitere Bauprojekte in Unterharmersbach: Bei der Abwassergemeinschaft Hinterhambach wurden 14 Anwesen an den öffentlichen Abwasserkanal und das Breitbandnetz angeschlossen.

Die Gesamtkosten betrugen 322.000 Euro, davon hat die Stadt Zell 200 000 Euro übernommen, 96.500 Euro gab das Land Baden-Württemberg als Zuschuss, die übrigen Kosten zahlten die Anwohner. Auch der Bau des Abwasserkanals Gräbenreute bis zum Anwesen Bieschke mit Breitbandversorgung und Druckerhöhungsanlage wurde für 221.000 Euro in Angriff genommen.

Autor: Gisela Albrecht, Offenburger Tageblatt