L94-Baustelle macht sich bei den Besucherzahlen bemerkbar

Keine Krippenausstellung im Fürstenberger Hof im Advent 2018

Keinerlei Überraschungen gab es bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen beim Förderverein des Fürstenberger Hofs: Der alte Vorstand ist der neue Vorstand. Die Vorstandsmitglieder wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Zum Treffen hatte der 1. Vorsitzende Hans-Peter Wagner in das Sitzungszimmer im Unterharmersbacher Rathaus eingeladen. Er berichtete von diversen Aktivitäten im Heimatmuseum und einem eher schwächeren Besucherstrom im letzten Jahr. »Der Fürstenberger Hof leidet unter der Baustelle«, stellte er fest. »Was jedes Geschäft spürt, spüren wir auch.« Das Heimatmuseum sei in der Umleitung schwer zu finden. Eine wichtige Aufgabe sei es deshalb, mehr Gäste für einen Besuch zu begeistern. Wie es klappen könnte, hatte der Besuch eines Karlsruher Video-Clubs gezeigt. Der fand es in Unterharmersbach sogar interessanter als bei den Vogtsbauernhöfen. Die Karlsruher hatten ein Rundum-Programm geboten bekommen – mit Museumsrundgang, Schnapsprobe, Mittag­essen, Kaffee und Kuchen und einer Menge persönlicher Ansprache. »Heute soll etwas passieren, wenn man ein Museum besucht«, weiß Wagner das gute Feedback einzuordnen.

In den Berichtszeitraum fiel jedoch nicht nur die Zeit der L94-Baustelle. In den beiden Jahren zuvor gab es Krippen­ausstellungen, die jeweils mehr als 20.000 Besucher angelockt hatten. Besonders erfreulich fand Wagner, dass viele Familien mit Kindern zu den Ausstellungen gekommen waren und das Angebot nicht nur das ältere Publikum nach Unterharmersbach gelockt hatte. Im Jahr 2018 wird es keine Krippenausstellung geben – zu hoch das Risiko aufgrund der Baustelle, dass sich die große Anstrengung nicht lohnt.
Die letzte Nacht der Museen war ebenfalls Thema des Rückblicks. »Sie war einfach toll«, subsummierte Wagner und freut sich schon auf die kommende in diesem August. Und auch die vier Veranstaltungen, die dieses Jahr bereits auf dem Gelände durchgeführt wurden, seien samt und sonders einfach »bombig« gewesen.

Von einem Zuwachs im Vereinsvermögen konnte Kassierer Rolf Metzler berichten. Der sei in erster Linie auf die erfolgreich durchgeführten Krippenausstellungen und großzügigen Spenden von Unternehmen zurückzuführen. Wie das Vermögen investiert werden soll, ist indes noch nicht bestimmt. Solange die Sanierungsmaßnahmen an der L94 laufen, gibt es keinen Handlungsbedarf. Die Kassenprüfer bescheinigten Metzler eine vorbildliche und einwandfreie Kassenführung und schlugen der Mitgliederversammlung die Entlastung vor, die diese gerne einstimmig erteilte.

Auch der Gesamtvorstand wurde per Akklamation, die durch Ortschaftsrat Ludwig Schütze beantragt wurde, einstimmig entlastet. So stand der Neuwahl nichts im Weg. Ohne Gegenkandidaten wurden Hans-Peter Wagner als 1. Vorsitzender, Hans-Jürgen Friedmann als 2. Vorsitzender, Rolf Metzler als Kassierer und Martin Müller als Schriftführer einstimmig bestätigt. Stellvertreterin des Schriftführers bleibt Lisa Willmann. Beisitzer sind wieder fast alle Mitglieder des Ortschaftsrats.

Unter dem Punkt »Verschiedenes« wurde dann noch bekannt, dass der Auftrag zur Sanierung der Schäden am Dachfirst bereits vergeben ist. Hans-Peter Wagner bedankte sich zum Schluss der zeitlich kompakt gehaltenen und harmonischen Jahreshauptversammlung noch einmal bei allen Mitgliedern und Helfern für ihr Engagement in Sachen Heimat­museum. »Wir wollen den Feriengästen positive Erlebnisse im Fürstenberger Hof schaffen«, schloss er. »In diesem Sinne steigen wir ein ins neue Jahr«.

Auto: Susanne Vollrath, Schwarzwälder Post

(created on 12. July 2018)