Im Familienbad Zell purzeln dieses Jahr die Rekorde

Marke von 100.000 Besuchern in greifbarer Nähe

Sonnenschein und warmes Wetter nahezu seit der Eröffnung der Badesaison am 7. Mai: Das Familienbad Zell steuert auf einen Besucherrekord zu! Der bisherige Spitzenwert von rund 90 000 Besuchern in einer guten Saison wird 2018 bereits Anfang August übertroffen.

»Es könnte in diesem Jahr erstmals die Marke von 100 000 Besuchern geknackt werden«, freut sich Hauptamtsleiter Ludwig Börsig von der Stadtverwaltung Zell angesichts der erfreulichen Zahlen vom Zeller Familienbad. In einer guten Saison besuchten bislang rund 90 000 Gäste das Freibad, aktuell sind es in diesem Jahr bereits 91 000, die sich bei der andauernden Hitze abkühlen wollten.
 
»Im Schnitt haben wir in dieser Saison täglich 940 Besucher«, so Börsig. Bei dieser Quote kann sich jeder ausrechnen, wann die magische Marke der Sechstelligkeit fallen wird – falls das Wetter mitspielt. Die Saison dauert noch bis September. Betriebsleiter Volker Werthwein kann noch weitere rekordverdächtige Zahlen beisteuern: So wurden in diesem Jahr bereits zwei Mal an Wochenenden 4500 Besucher über einen Tag verteilt gezählt und die aktuelle Wassertemperatur ist mit 27 Grad so hoch wie nie. Das liegt an der permanenten Sonneneinstrahlung und daran, dass es nachts nur wenig abkühlt.

Werthwein hat in diesem Jahr auch besonders viele Gäste aus dem Elsass registriert. Die reisen meist in Familienstärke an und bringen oft Käse, Baguette und Rotwein gleich mit. Aus Gesprächen kann Werthwein auch den Grund nennen, der die Elsässer in deutsche Gewässer treibt: »Die  Gäste erzählen, dass Freibäder bei uns sauberer und größer sind. Und auch das Parken kostet bei uns kein Geld«. 
 
Naturnaher Bereich

Speziell in Zell schätzen die Gäste auch die Weitläufigkeit der Liegewiesen. So gibt es im Familienbad Zonen, in denen man mal seine Ruhe genießen kann. Vor allem den Bereich entlang der Nordrach ist bei Familien beliebt. Im seichten Wasser können die Kinder spielen, während die Eltern sie im Blick haben.

Die langanhaltende Trockenheit hat übrigens auch im Familienbad Zell ihre Spuren hinterlassen. In vielen Teilen dominiert die Farbe Braun. »Südländisches Flair eben«, schmunzelt Ludwig Börsig. Weniger ironisch ergänzt er, dass die Besucher das dürr gewordene Gras des Rasens akzeptieren, schließlich sieht der Rasen bei den meisten daheim nicht viel anders aus. Eine künstliche Beregnung sei nicht möglich, so der Hauptamtsleiter. Zum einen sei die Wasser­entnahme aus der Nordrach untersagt. Würden die insgesamt rund 6000 Quadratmeter Liegeflächen täglich aus der Leitung bewässert, würde wohl die Trinkwasserversorgung der Stadt zusammenbrechen.

Übrigens: Wer meint, das Familienbad Zell wird nun erstmals Gewinn erwirtschaften, der täuscht sich. Freibäder sind und bleiben Zuschussbetriebe. In Zell und anderswo erwirtschaften die Eintrittsgelder grade mal rund ein Drittel der Ausgaben.

Autor:  Dietmar Ruh, Offenburger Tageblatt

(created on 09. August 2018)