Stadt Zell führt Gesundheitsmanagement für Mitarbeiter ein

»Mitarbeiter sollen gesund bleiben oder werden«

Die Stadt Zell möchte, dass ihre 160 Mitarbeiter gesund bleiben oder werden. Der Startschuss für ein betriebliches Gesundheitsmanagement fiel am Mittwoch bei einem Gesundheitstag im Kulturzentrum.

Die Stadt Zell ist mit 160 Mitarbeitern ein großer Arbeitgeber. Was viele Unternehmen der freien Wirtschaft bereits erfolgreich praktizieren, soll nun auch bei der Stadt Zell Einzug halten: Über ein betriebliches Gesundheitsmanagement soll das Wohl der Mitarbeiter gefördert werden. Dazu gehören präventive Angebote aber auch praktische Aktionen. 

Ziel aller Aktivitäten soll sein, dass sich die Mitarbeiter der Stadt aus allen Bereichen vom Kindergarten über die Verwaltung bis hin zum Betriebshof über ihre Gesundheit Gedanken machen und auch selbst aktiv werden.
Startschuss für mehrere Aktionen im Jahr war gestern ein Gesundheitstag im Kulturzentrum. »Es soll eine Motivation für die Mitarbeiter sein, was zu tun, um gesund zu bleiben oder zu werden«, so Zells Bürgermeister Günter Pfundstein. Für die Teilnahme am Gesundheitstag hatte die Stadt ihren Mitarbeitern zwei Stunden der Arbeitszeit zur Verfügung gestellt. Natürlich waren nicht alle 160 Beschäftigten gleichzeitig im Kulturzentrum, der laufende Betrieb der Stadt musste schließlich aufrechterhalten werden. Die Angebote wurden fleißig genutzt. Zur Stärkung gab es gesunde Snacks.

Eigene Arbeitsgruppe

Günter Pfundstein freute sich bei der Begrüßung über die gute Resonanz. Pfundstein berichtete, dass ab sofort eine Arbeitsgruppe bei der Stadt für alle Fragen in Sachen Gesundheit zuständig ist und dass man für Ideen zu Aktionen, Seminaren und Veranstaltungen stets offen sei. Im Vorfeld des Gesundheitstages hatten die Mitarbeiter auch anonym Fragebogen ausgefüllt, damit sich zeigt, wo die meisten gesundheitliche Unterstützung brauchen, wo also das Gesundheitsmanagement präventiv ansetzen kann.
Die Übungen und Infostände vom Mittwoch waren aus solch einer Ideensammlung in enger Zusammenarbeit mit der AOK entstanden. So waren mit Max Bergsträsser und Christian Brenner die Chefs der Zeller Apotheken vertreten, ­Jana Landwehr informierte über die Angebote im Top-Life Berghaupten, Caroline Himmelsbach erklärte den Besuchern, welche Präventionsprogramme die Deutsche Rentenversicherung im Angebot hat. Marianne Burger, Brigitte Klumpp und Ursula Hansert schließlich boten Übungen zu Yoga, Atmung und Achtsamkeit an.

Finanzielle Unterstützung?

Günter Pfundstein erklärte, dass die Stadt vorerst 5000 Euro fürs Gesundheitsmanagement in den Haushalt eingestellt habe. Pfundstein könnte sich in einem nächsten Schritt auch gut vorstellen, dass die Stadt die Mitarbeiter beispielsweise bei der Anschaffung von Fahrrädern oder der Belegung gesundheitsfördernder Kurse finanziell unterstützt. 

Grundsätzlich sieht der Bürgermeister das Gesundheitsmanagement auch als Wertschätzung der Mitarbeiter. Nicht zuletzt habe die Stadt auch etwas davon, denn gesunde Mitarbeiter haben auch weniger Fehlzeiten. 
Auch bei der Personalsuche spiele das Gesundheitsmanagement eine immer größere Rolle: »Es ist ein wichtiger Baustein für Bewerber«, betonte der Bürgermeister.

Autor: Dietmar Ruh, Offenburger Tageblatt

(created on 07. February 2019)