L 94 an drei Tagen gesperrt

Letzter großer Akt steht bevor, dann ist die Ortsdurchfahrt Unterharmersbach durchgängig befahrbar

Noch eine große Asphaltier­ungsaktion, dann ist die L 94 in Unterharmersbach durchgängig befahrbar. Allerdings ist der Einbau der Deckschicht vom 13. bis 16. Juni ab Rösslebrücke bis Tannengrün Lehmann mit einer Vollsperrung verbunden.

Seit Juli 2017 leben die Unterharmersbacher und auch Verkehrsteilnehmer, die auf der L 94 durch den Ort fahren, mit Verkehrseinschränkungen. Die Ortsdurchfahrt, gleichzeitig die Landesstraße 94, wird saniert. Die Zeit der Bauarbeiten, Ampeln und Umleitungen nähert sich allerdings nun – ein Jahr früher als geplant – dem Ende.

Eine Herausforderung für Unterharmersbach und die umliegenden Gemeinden steht aber noch an: Das letzte Teilstück der Straße ab Höhe Rössle­brücke bis zum Ortsausgang in Höhe Tannengrün Lehmann bekommt seine endgültige Asphaltdeckschicht.
Die Arbeiten müssen vom Donnerstag, 13. Juni, 9 Uhr, bis Sonntag, 16. Juni, 9 Uhr, unter Vollsperrung gemacht werden. Darauf weisen übrigens große Schilder ab Biberach und im Renchtal hin.

Bei Manfred Walter vom Stadtbauamt liegt die Koordination der begleitenden Maßnahmen während der Vollsperrung. Walter kann auch all diejenigen Autofahrer beruhigen, die befürchten an den Tagen der Sperrung gar nicht mehr talabwärts zu kommen. »Ab Oberharmersbach ist die Fahrt über Löcherberg, Nordrach, Mühlstein, Hinterhambach und Rebhalde möglich. Über diese Strecke erreicht man wieder die L 94, wenn man beispielsweise nach Zell oder Richtung Offenburg will.«

»Bähnle« fährt

Andersrum ist es mit Fahrzeugen durchs Harmersbachtal während der Sperrung nahe­zu unmöglich, räumt Walter ein. Mit dem Auto wäre Oberharmersbach allerdings auch von Fischerbach her über den Brandenkopf zu erreichen. Und natürlich fährt auch die Ortenau-S-Bahn durchs Harmersbachtal. Und die ersetzt in den betroffenen Tagen auch den Busverkehr zwischen Zell und Oberharmersbach.

Für größere Fahrzeuge wie etwa Lastwagen wird es an den Tagen der Vollsperrung nicht möglich sein, durch oder direkt an Unterharmersbach vorbei zu fahren. Hier em­pfiehlt Walter die Löcherbergstrecke als überörtliche Umleitung. »Firmen, die betroffen sind, wurden von uns angeschrieben, damit sie sich auf die Sperrung einstellen können«.

Apropos einstellen: Auch die Rettungsdienste wie Feuerwehr und DRK haben sich auf die Sperrung vorbereitet. So wurden Notfallpläne erarbeitet, die erlauben, über bestimmten Umwege das Ziel zu erreichen. Dabei muss es im Ernstfall auch schon mal über Privatgrundstücke gehen.

An vieles muss gedacht werden, wenn eine Verkehrsader wie die L 94 an drei Tagen nicht passierbar ist. Beispielsweise auch an die Müllabfuhr, die am Donnerstag, 13. Juni, in Unterharmersbach die grauen Tonnen und die gelben Säcke abholen will. Das tut sie auch, allerdings in aller Herrgottsfrühe. Deshalb weist die Stadt die Einwohner darauf hin, den Müll bereits am Abend vorher bereitzustellen.

Die Kurpark-Umfahrung ist zwar nicht mehr in Betrieb, übernimmt aber während der Vollsperrung eine wichtige Funktion: Über die Behelfsbrücke können jederzeit Kurgarten-Apotheke, das Friseur­geschäft Irmgard, die Ortsverwaltung, die Arztpraxen Dentler und Glatt sowie der   »Schwarze Adler« (über Rebhalde) angefahren werden. Die Strecke ist ausgeschildert.

Die Bewohner im Abschnitt »Ochsen« bis Rösslebrücke können jederzeit talabwärts und wieder zurück zu ihren Anwesen fahren. »Ochsenmühle« und »Ochsen« sind ebenfalls während der Sperrung  erreichbar.

Autor: Dietmar Ruh, Offenburger Tagbeblatt