- Vision Entersbach 2030 - soll ausgearbeitet werden

Ortschaftsrat Unterentersbach listete Wünsche für den Haushalt 2020 auf – Dorfbach wird ausgebaggert

Bei der Ortschaftsratssitzung stand die Mittelanmeldung für den kommenden Haushalt auf der Tagesordnung. »Die Reihenfolge bedeutet keine Priorisierung« erklärte Ortsvorsteher Christian Dumin. Folgende Maßnahmen sind aufgeführt:

Die Durchführung »Sanierung und Unterhaltungsmaßnahmen Dorfbach«; die Planung »Sanierung und Neugestaltung Dorfstraße«; die Planung und Realisierung »Fuß- und Radweg nach Biberach«; die Planung »Neugestaltung Spielplatz Gehrmatt« sowie kleinere Themen z.B. »Bodenreinigung Dorfgemeinschaftshaus« oder »Bücherregal Telefonzelle«. Über die Fragestellung, ob der Unterentersbacher Ortschaftsrat Tablets für seine Arbeit im Gremium beantragen sollte, wurde kurz diskutiert. Die Mehrheit sprach sich dafür aus.
Sanierung und Optimierung des Dorfbachs Ortsvorsteher Christian Dumin erklärte, dass eine regelmäßige Wartung und Unterhaltung des Dorfbachs wünschenswert ist. In einer jährlichen Gewässerschau mit den Anwohnern, dem Ortschaftsrat, dem Betriebshof und Stadtbaumeister Tobias Hoffmann könnte gemeinsam besprochen werden, welche Maßnahmen notwendig sind. Aktuell findet eine Prüfung der Stadt Zell statt, wie der Hochwasserschutz verbessert werden kann. Im Bereich von der Dorfstraße bis zur Unterführung der Kreisstraße K5354 soll der Bach entlang des Grundstücks »In der Gaß 12« verbreitert werden, um den Abfluss zu verbessern.

Es gibt einen groben Entwurf der Stadt Zell, der in Zusammenarbeit mit der Fa. Schöpf erstellt wurde. Dieser Entwurf wurde vom Unterentersbacher Ortschaftsrat noch nicht geprüft. Stadtbaumeister Tobias Hoffmann erklärte, dass die Fa. Schöpf beauftragt ist, die Anlandungen abzubaggern, den Wasserlauf zu regulieren und die Uferränder zu befestigen. Diese Arbeiten beginnen in Kürze und werden mit Unterstützung des Betriebshof ausgeführt. Hoffmann erklärte auf Nachfrage, dass hierfür 6.000 bis 7.000 Euro geplant sind.
Ortschaftsrat Hannes Grafmüller sagte, dasszunächst die Kanäle in Ordnung gebracht werden müssen, damit der Durchlass gewährleistet ist. Ortschaftsrat Armin Reber erklärte, dass die Stadt Zell die Gesamtverantwortung für den Hochwasserschutz haben sollte, der Ortschaftsrat könne nur Anregungen geben.

Aufgaben des Unterentersbacher Ortschaftsrats

In einer Klausurtagung hat der neu gebildete Ortschaftsrat Grundsätze und Zielrichtung seiner Arbeit formuliert. Ortsvorsteher Christian Dumin informierte, dass die Arbeit im Ortschaftsrat durch die Gemeindeordnung Baden-Württemberg und die Satzung der Stadt Zell geregelt ist. Darüber hinaus hat das Gremium festgelegt: Die acht Personen im Ortschaftsrat sollen das Meinungsbild des Dorfes wiederspiegeln.

»Wir sind die Interessenvertreter der Unterentersbacher und die Ideengeber für die Entscheidungen des Gemeinderats«, betonte Dumin. Der Ortschaftsrat handelt zum Wohle der Unterentersbacher und zum Gemeinwohl der Stadt Zell. Das Gremium möchte Transparenz der Entscheidungen einfordern, herstellen und kommunizieren. Die öffentliche Wahrnehmung der Verwaltungsgremien soll positiv weiterentwickelt werden. »Der Ortschaftsrat kommuniziert offen und vertrauensvoll; Themen der Unterentersbacher werden aufgenommen; Informationen weitergegeben«, erklärte Dumin.

Als gemeinsame Zielrichtung soll eine »Vision Entersbach 2030« ausgearbeitet werden (Dumin: »Wo wollen wir hin?«). Basis hierfür sind bestehende Unterlagen aus dem Projekt »Unser Dorf hat Zukunft« und »Entwicklungskonzept ländlicher Raum«. Mögliche Themenfelder sind: Nachhaltige Landwirtschaft, Verkehrsführung, Straßen­sanierungen, Fuß- und Radwege, Spielplatzkonzept.

Standort Mitfahrbänkle

Am Ortsausgang von Unterentersbach standen zwei Standorte zur Auswahl. Erstens der Grünstreifen direkt am Ortsausgang im Kreuzungsbereich auf Höhe der Richtungspfeile auf der Fahrbahn. Dieser Standort birgt ein Gefahrenpotenzial und wurde wieder verworfen. Zweitens auf dem Gehweg oberhalb des Kreuzungsbereich nach dem Stromkastens an der Zeller Straße. Dieser Standort wurde nach kurzer Diskussion favorisiert und bei der Abstimmung votierten die Ortschaftsräte (eine Enthaltung) für diesen Standort. Die Empfehlung geht an den Stadtrat.

Telefonzelle als Bücherregal

Die Unterentersbacherin Heike Zink hat eine Telefonzelle privat gekauft und richtet diese zurzeit als Bücherregal her. Darin möchte sie Bücher zum Tauschen anbieten. Der Ortschaftsrat hatte die Aufgabe, über einen Standort zu beraten. Nach kurzer Diskussion wurde ein Platz beim Dorfgemeinschaftshaus festgelegt, der auch von ihr gewünscht wurde. Die Telefonzelle soll in der Nähe der Bäume am Zwischenweg aufgestellt werden, da dort relativ viel Publikumsverkehr ist. »Der Ortschaftsrat unterstützt das Vorhaben«, erklärte Dumin. Das Gremium stimmte geschlossen für den Standort am Dorfgemeinschaftshaus als Empfehlung für den Stadt­rat.

Bushaltstelle an der Zeller Straße

An der Haltestelle hat am 23. Mai eine Verkehrsschau stattgefunden. 15 Meter vor und nach einer Bushaltestelle gilt ein gesetzliches Parkverbot. Auf der gegenüberliegenden Seite darf geparkt werden. In der Vergangenheit wurde in Höhe der Anwesen 6 und 9 regelmäßig geparkt (die Bushaltestelle ist an der Zeller Straße Nr. 6). Die widerrechtlich parkenden Autos haben einen Rückstau von Fahrzeugen verursacht. Der Ortschaftsrat diskutierte über das geplante Vorhaben, durch eine Fahrbahnbeschriftung auf das Parkverbot hinzuweisen. Eine unterbrochene Zickzacklinie mit der Beschriftung »Bus« wurde favorisiert und mit einer Gegenstimme bei der Abstimmung beschlossen.

Erweiterung des Gasthauses »Zum Pflug«

Stadtbaumeister Tobias Hoffmann berichtete von einem Bauantrag des Gasthauses »Zum Pflug«. Beantragt wird ein barrierefreier Zugang, der durch eine Aufzugsanlage ermöglicht werden soll. Diese soll als Anbau an das bestehende Gebäude erfolgen. Außerdem soll das Dachgeschoss ausgebaut werden, um Platz für weitere Gästezimmer zu bekommen. Dazu sind auch Dachgauben eingeplant. Nach kurzer Diskussion wurde dem Vorhaben in einer Abstimmung mit einer Enthaltung zugestimmt.

Autor: Gisela Albrecht, Schwarzwälder Post