Baustart Rathausplatz im Frühjahr

Unterharmersbach: Ausblick des Ortsvorstehers

Unterharmersbachs Ortsvorsteher Ludwig Schütze ist zuversichtlich, dass letzte Abstimmungsgespräche zum Erfolg führen und die Platzgestaltung bald beginnt. Rundbrief mit Rück- und Ausblick.

Not macht erfinderisch. Nachdem auf Grund der Corona-Bestimmungen in diesem Jahr die Zusammenkunft des Ortschaftes, der Vereinsvorsitzenden und örtlicher Einrichtungen nicht möglich ist, hat Ortsvorsteher Ludwig Schütze diesem Personenkreis in einem Rundbrief einen Rück- und Ausblick gegeben. 

Zu Beginn gab der Ortsvorsteher traditionell die Daten für das Jahr 2020 bekannt. Zum 31. Dezember betrug die Einwohnerzahl 2651 (im Vorjahr 2667), Geburten gab es 16 (17), Sterbefälle 26 (22), Wegzüge 141 (135) Zuzüge 137 (143), Umzüge innerorts 66 (35).
Wie der Ortsvorsteher weiter berichtet, war durch die Corona-Pandemie das örtliche Leben stark eingeschränkt. Das Festbankett zum 150-jährigen Jubiläum des Musikvereins und die Hauptversammlung der Abteilungsfeuerwehr Unterharmersbach waren die einzigen Vereinsveranstaltungen. 

Der Ortschaftsrat tagte neun Mal unter Corona-Vorgaben. Dabei beschäftigte man sich mit den Themen Löschwasserkonzept für die Ortsteile im Außenbereich, Verkehrsleitsystem für den Gesamtort, Walderholungsanlage Herrenholz (Ziegenprojekt), Haushaltsmittelanmeldungen, Gestaltung des Areals um den Fürstenbergerhof, Bauanträgen sowie die Gestaltung der öffentlichen Plätze im Ort.
 
Am meisten habe jedoch, so Schütze, den Ortschaftsrat die Gestaltung des zukünftigen Rathausplatzes beschäftigt. Erfreulich sei die rege Bürgerbeteiligung gewesen. Zahlreiche Vorschläge von Vereinen seien in die Beratungen eingeflossen. Im Moment fänden Beratungen zwischen dem Ortschaftsrat sowie dem ausführenden Ingenieurbüro  und dem Bauamt statt, um die Planung zu optimieren und den vorgesehenen Kostenrahmen einzuhalten. Ludwig Schütze zeigt sich optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass uns dies gelingt und der Baustart im Frühjahr erfolgt.“

Im Ausblick für 2021 gab der Ortsvorsteher bekannt, dass die Leiterin der Ortsverwaltung, Lisa Willmann, eine neue Aufgabe übernommen habe und künftig für das Gebäudemanagement der Stadt Zell zuständig ist. Neben Lena Körnle stehe aber mit Yvonne Chrobok weiterhin eine ausgebildete Fachkraft für das Dienstangebot der Ortsverwaltung (Ausweis- und Meldewesen, Organisation, Hallenbelegung) zur Verfügung.

Auch die Öffnungszeiten wurden neu festgelegt. Die wegen Corona derzeit geschlossene Ortsverwaltung ist, so der Ortsvorsteher, nach Wiedereröffnung täglich von Montag bis Freitag von 9 bis12 Uhr und am Mittwoch zusätzlich von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Yvonne Chrobok ist zusätzlich am Donnerstag von 15 bis 17 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr anwesend. 

Investition wird begrüßt

Ortsvorsteher Schütze begrüßte, dass ein seriöser Bauträger mitten im Ort investiert und in drei Gebäuden auf dem Rössle-Areal und dem ehemaligen  Bürgermeisterhaus 22 Wohnungen schaffe. Ortsvorsteher und Ortschaftsrat seien früh in die Planungen eingebunden gewesen. Die Grünzone vor dem Neubau auf dem Platz des „Rössle“ wurde auf Vorschlag des Ortschaftsrats in die Planung aufgenommen.

Erneuert wurden Bepflanzung und Belag der Caféteria-Terrasse. Die Bepflanzung sei entfernt und die Betonkübel mit Kies gefüllt worden. Der Boden wurde gesäubert und saniert. Bei Vereinsveranstaltungen könne die Terrasse gerne genutzt werden. 
Außerdem gab der Ortsvorsteher bekannt, dass derzeit die Ortseingangstafel aus Richtung Zell neu gefertigt und im Frühjahr aufgestellt werde.Abschließend sprach der Ortsvorsteher auch namens des Ortschaftsrates den Vereinen seinen Dank für ihr vielfältiges, ehrenamtliches Engagement aus. 

Schütze bittet alle, daran mitzuarbeiten, dass Unterharmersbach ein liebens- und lebenswertes Dorf bleibt.

Autor: Hans-Peter Wagner, Offenburger Tageblatt