Beim Parkplatz Hinterhambach reift bald Obst

Wanderparkplatz kriegt "Zuwachs"

Wer beim Startpunkt der "Hahn-und-Henne-Runde" im Hinterhambach seinen Wagen abstellt, blickt nun auf eine Streuobstwiese. Der Betriebshof Zell pflanzte 21 Obstbäume mit alten Sorten.

Der Wanderparkplatz Hinterhambach beim Start der „Hahn-und-Henne-Runde“ wird grün: Der Betriebshof der Stadt Zell hat jetzt in Richtung Wohnbebauung eine Wiese mit 21 Streuobstbäumen angelegt. Diese Variante hatte der Gemeinderat Zell im September 2020 beschlossen, nachdem die Anlage des Platzes zuvor hohe Wellen geschlagen hatte. Am Ende hatte man sich auf einen teilweisen Rückbau des Parkplatzes geeinigt. Zu den Anwohnern am Adlerteich hin sollte ein Grünstreifen entstehen. Dieser wurde nun bepflanzt, das Ergebnis schauten sich Zells Bürgermeister Günter Pfundstein und Unterharmersbachs Ortsvorsteher Ludwig Schütze am Dienstag an. Mit dabei Betriebshof-Leiter Matthias Frisch und sein Mitarbeiter Stefan Gehringer, die für die Bepflanzung gesorgt hatten.

„Wir haben Obstbäume mit alten Sorten gepflanzt“, erklärte Fritsch. Die werden – wie auch die Wiese – vorwiegend sich selbst überlassen. Die Wiese wird zwei Mal im Jahr gemäht, die Bäume nicht auf Ertrag zurückgeschnitten, sondern eher auf Standfestigkeit. Wenn die Bäume mal Früchte tragen werden, hat die Stadt übrigens nichts dagegen, dass sich die Wanderer die ein oder andere Frucht als Wegzehrung mitnehmen. 

Die 21 neuen Bäume sind übrigens nicht die einzigen auf dem Parkplatz. Auf der nicht asphaltierten Fläche für rund 100 Fahrzeuge stehen in regelmäßigem Abstand weitere Bäume, die Parkmöglichkeiten sind durch Rundhölzer abgegrenzt, so dass der gesamte Parkplatz sehr naturnah erscheint. 

„Die Obstbäume sind das „i-Tüpfelchen“ der Parkplatzgestaltung", freute sich  Ortsvorsteher Ludwig Schütze. Und auch Bürgermeister Günter Pfundstein war zufrieden, was aus dem ehemaligen Baustellenlager geworden ist. Die Wiese mit den Obstbäumen gilt aus Ausgleichsmaßnahme, der Parkplatz selbst wird gebraucht und rege genutzt. Selbst am nasskalten Dienstag parkten Wanderer und machten sich auf die 14 Kilometer lange Wegstrecke im Zeichen von Hahn und Henne. 

Autor: Dietmar Ruh, Offenburger Tageblatt