Rundofen Zell a.H.: Die Magie lesbar gemacht

Sonderdruck des Offenburger Tageblatts

Auf vielfache Nachfrage gibt es die OT-Serie „Keramikstädtle Zell“ nun als Sonderdruck. Er ist ab heute kostenlos erhältlich. Für das Schmuckstück Rundofen gibt es von den Besuchern viel Lob.

Viele Leser und auch Bürgermeister Günter Pfundstein waren von der zwölfteiligen OT-Serie „Keramikstädtle Zell“ begeistert. Immer wieder gab es Nachfragen, ob denn dieser oder jener Serienteil noch zu haben sei. Diese Frage kann nun uneingeschränkt mit Ja beantwortet werden: Die Stadt Zell hat einen Sonderdruck mit einer Auflage von 5000 Exemplaren erworben, die ab heute im Bürgerbüro und im Rundofen kostenlos erhältlich sind.

Beim offiziellen Übergabe­termin des Sonderdrucks durch OT-Lokalchef Christian Wagner, OT-Redakteur Dietmar Ruh an Pfundstein und Alisa Dörfer vom Marketing der Stadt Zell – natürlich am Rundofen – schauen immer wieder Ausflügler vorbei und begutachten das im Mai eingeweihte denkmalgeschützte Gebäude. „Da sind wir Gengenbacher neidisch!“, ruft einer der Besucher herüber. Das Stadtoberhaupt hört dies natürlich gerne. „Selbst große Kritiker haben inzwischen ihr Urteil revidiert und gesagt: Er ist jeden Euro wert“, freut sich Pfundstein darüber, dass mittlerweile viele „Feuer und Flamme für den Rundofen“ sind, wie auch der Titel des Sonderdrucks lautet.

OT-Lokalchef Christian­ Wagner erinnert sich bei der Übergabe schmunzelnd an die Eröffnung des Rundofens am 14. Mai. Pfundstein hatte damals in seiner Rede gesagt, dass einen die Magie des Gebäudes verzaubere. „Ich habe mir dann gedacht: Jetzt trägt er aber dick auf! Als ich dann das Gebäude mit meinen ebenfalls begeisterten Kindern angeschaut hatte, musste ich sagen: Er hat recht!“

Das Thema „Magie“ nimmt auch Dietmar Ruh auf. „Die Magie entsteht nicht nur durch den Rundofen selbst, sondern auch durch die Geschichte der Zeller Keramik, die er verkörpert und die letztlich auch in unsere Serie lebendig wird“, sagt der fürs Harmersbachtal zuständige OT-Redakteur, der federführend bei der Gestaltung des hochwertigen Sonderdrucks war. „Er hat sich mit viel Herzblut und einer gehörigen Portion Zeller Graddl an die Umsetzung gemacht. Grafisch und inhaltlich wurde die Serie noch einmal veredelt“, stellt Wagner fest.

„Einfach sensationell“

Dem kann Rathauschef Pfundstein nur beipflichten: „Super, einfach sensationell!“, meint er zur Qualität der Sonderbeilage. Es sei schön, den Besuchern des Rundofens und den Zellern etwas an die Hand geben zu können, wo sie kompakt zusammengefasst und im schicken Layout alles über den Rundofen und die Geschichte der Zeller Keramik erfahren.

In Schweden bekannt

Das ein oder andere Exemplar habe er bereits in seinem engen Umfeld verteilt. „Alle­ waren begeistert“, berichtet Pfundstein. Auch dem schwedischen Trainer des Handball-Bundesligisten Bayer Leverkusen habe er eines überreicht. „Das kenn’ ich!“, habe dieser gerufen, als er beim Blättern eine Hahn-und-Henne-Tasse­ erblickte. „Das zeigt, wie wahnsinnig bekannt die Zeller Keramik auf der ganzen Welt ist“, freut sich Pfundstein. Der sanierte Rundofen soll dazu beitragen, diesen Bekanntheitsgrad zu erhalten.

Die ersten Wochen seien sehr gut angelaufen, berichtet Alisa Dörfer vom Zeller Tourismusbüro. Events wie After-Work-Partys habe es rund um den Rundofen gegeben. Bald stehen die Sommerkinoabende an. Letztlich könne so auch etwas Druck vom Kanzleiplatz genommen werden, der im Moment aufgrund des Rathausumbaus ohnehin nur in begrenztem Umfang zur Verfügung steht, ergänzt Pfundstein.

Wieder läuft ein Besucherpaar vorbei, das in der Mittelbadischen Presse vom Rundofen gelesen hat und extra aus Kappelrodeck angereist ist: „Kompliment an den Architekten!“, meint der Ehemann spontan. Der wird sich möglicherweise demnächst auch über den ein oder anderen Architekturpreis freuen können: Nominiert für den Badischen Architekturpreis ist der Rundofen schon mal, erzählt Pfundstein.

INFO: Auch die Ferienregion Mittlerer Schwarzwald Gengenbach/Harmersbachtal will Exemplare des Sonderdrucks erwerben und in den jeweiligen Tourist-Infos verteilen.

Redaktion Offenburger Tageblatt