
Hallennutzung deutlich teurer
Der Gemeinderat macht den Weg frei für eine Anpassung der Gebühren für städtische Räumlichkeiten. Insbesondere die private oder gewerblich bedingte Anmietung wird deutlich teurer.
Die Hallenbenutzung in Zell und Stadtteilen wird ab Juli deutlich teurer, beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag. Insbesondere die Nutzung kommunaler Räumlichkeiten für private oder gewerbliche Zwecke werde zum Teil erheblich erhöht, erläuterte Zells Bürgermeister Günter Pfundstein.
Aus den Vorberatungen in den Ortschaftsräten Unterentersbach und Unterharmersbach war der Wunsch an die Verwaltung herangetragen worden, vergleichbare Gebäude wie das Unterentersbacher Dorfgemeinschaftshaus oder den Tellerbau möglichst einheitlich zu behandeln, erläuterte Hauptamtsleiter Ulrich Reich den neu abgestimmten Vorschlag.
Besser gestellt im Vergleich zum Ausgangsentwurf werden teilweise einheimische Vereine und regelmäßige Nutzer, hieß es in der Sitzung. Erstmals berechnet werden Personalkosten für den Hausmeister sowie Gebühren für die Nutzung von Infrastruktur (Küche, Theke).
Deutlich zu Buche schlagen auch Gebühren für die verfrühte Bereitstellung des Gebäudes am Tag zuvor oder zum Abbau am Tag darauf. Hier werden zum Beispiel für Tellerbau und Dorfgemeinschaftshaus bei gewerblichen Veranstaltungen 400 Euro extra berechnet, für die Schwarzwaldhalle sogar 600 Euro.
Die bisherigen Gebühren seien durch die Anstiege bei Kosten für Personal, Technik und Energie längst überholt gewesen, sagte Zells Bürgermeister Günter Pfundstein im Gemeinderat. Verträge, die vor dem 1. Juli abgeschlossen werden, werden noch nach dem alten Gebührenmodell veranschlagt, auch wenn der Termin erst im zweiten Halbjahr oder später liegt. Stefan Polap (CDU) fragte nach, warum die Ritter-von-Buß-Halle als Veranstaltungsort nicht mit einem eigenen Gebührensatz in der Übersicht auftauche. Das liege daran, dass dort nur zwei Veranstaltungen nichtsportlicher Natur stattfinden würden, antwortete Reich.
Polaps Hoffnung, dass die Stadtkapelle die Sporthalle künftig kostenlos für ihr Konzert nutzen könne, zerstreute der Zeller Hauptamtsleiter allerdings rasch. Beim Konzert der Stadtkapelle und beim Cäcilienkonzert handle es sich um zwei Einzelfälle, die bisher nicht explizit in der Gebührensatzung geregelt worden seien, hieß es. Einen ins Spiel gebrachten Vergleich mit der Schwarzwaldhalle in Unterharmersbach lehnte Ortsvorsteher Jürgen Isenmann ab. Beide Objekte ließen sich nicht vergleichen.
Autor: Gisela Albrecht, Offenburger Tageblatt
