
Gemeinschaftshaus überplant für neue Raumaufteilung in Unterentersbach
Der Ortschaftsrat Unterentersbach macht Nägel mit Köpfen für die Erweiterung der Probenräume für den Musikverein. Gleichzeitig geht es auch um ein flexibler nutzbares Raumkonzept.
Der Probenraum des Musikvereins Unterentersbach im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) beschäftigte den Ortschaftsrat in seiner jüngsten Sitzung. Dabei ging es ebenfalls um die Nutzung der bisherigen Räume der Feuerwehrabteilung, die künftig einer breiteren Zielgruppe zur Verfügung stehen könnten.
Unterentersbachs Ortsvorsteher Christian Dumin ging auf die Ausgangssituation ein: „Der Proberaum für den Musikverein Unterentersbach ist zu klein. Der Verein wächst und wird größer.“ Anfang 2023 wurde das Thema in Gesprächen konkretisiert und vom Musikverein im Ortschaftsrat vorgestellt. Im weiteren Verlauf wurde das Vorhaben inhaltlich erweitert und unter dem übergeordneten Titel "Weiterentwicklung Dorfgemeinschaftshaus" zusammengeführt.
Zielsetzung war es, nicht ausschließlich eine Lösung für den Proberaum des Musikvereins zu entwickeln, sondern das Dorfgemeinschaftshaus als zentralen Ort für das gesellschaftliche Leben in Unterentersbach ganzheitlich zu betrachten und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Hierzu wurde das Büro "Kopfarchitekten" mit einem planerischen Konzept beauftragt.
Flexiblere Strukturen
Dabei wurden in die konzeptionellen Überlegungen Vertreter des Musikvereins Unterentersbach, Vertreter der Feuerwehrabteilung Unterentersbach und der Leitung des örtlichen Kindergartens miteinbezogen. Gemeinsames Ziel war die Verbesserung der räumlichen Situation für bestehende Nutzungen (Proberaum, Vereine und Kindergarten) und die Schaffung zukunftsfähiger flexibler Strukturen für gemeinschaftliche Aktivitäten in Unterentersbach.
In der Sitzung wurde der aktuell ausgearbeitete Vorschlag vorgestellt. Der Bereich der Feuerwehrabteilung (drei Räume im Untergeschoss) soll künftig allgemein als Vereinsräume genutzt werden. Der bisherige Kameradschaftsraum könne für Proben des Musikvereins mitgenutzt werden, die ehemalige Garage steht als Lagermöglichkeit zur Verfügung. Im Erdgeschoss soll der Proberaum des Musikvereins mit dem U3-Bereich des Kindergartens zusammengelegt werden und wird dadurch größer.
Dies führe auch zu direkteren Zugängen zu den Räumlichkeiten, hieß es im Ortschaftsrat. Die Räume des Kindergartens werden auf die gegenüberliegende Seite des Gebäudes konzentriert. Im Obergeschoss erhält der Kindergarten das ehemalige Vereinszimmer als Besprechungsraum.
Kosten sparen
Unterentersbachs Ortsvorsteher Christian Dumin erläuterte die Pläne ausführlich. Vorgabe sei gewesen, möglichst wenige Änderungen am Bestandsgebäude vorzunehmen, um Kosten zu sparen. Zells Stadtbaumeister Tobias Hoffmann befürwortete die Pläne: „Die Bereiche Musikverein und Kindergarten sind getrennt, das ist gut für die Nutzung.“
Auch die Debatte im Ortschaftsrat zeigte eine breite Zustimmung für die vorgestellten Pläne. Ortschaftsrätin Martina Wisser äußerte allerdings inhaltliche Kritik an den Überlegungen: „Es wird nur intern gestückelt. Andere Gemeinden haben bessere Kindergärten.“ Ortsvorsteher Dumin antwortete, dass das Personal einen Kindergarten ausmache, nicht dessen Ausstattung.
Nach kurzer Diskussion wurde der Beschluss gefasst: Der Ortschaftsrat stimmt dem Planungsentwurf zu und beauftragt die weiteren Schritte in der Planungsphase. Dies wurde einstimmig beschlossen. Ortsvorsteher Dumin sagte: „Jetzt wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, und mögliche Fördermöglichkeiten geklärt.“
Autor: Gisela Albrecht, Offenburger Tageblatt
